03. Ausgabe / Januar 2020

Liebe Leserinnen, lieber Leser,

ich freue mich, Sie zur dritten Ausgabe unseres CBT Magazins für Ärzte und Patienten begrüßen zu dürfen. Wir informieren Sie über aktuelle Entwicklungen im Gesundheitssystem sowie über Fragen zu Ihrer Gesundheit und eröffnen Ihnen durch ein CBT-lanciertes Kunstprojekt verschiedene Perspektiven auf gesellschaftliche Phänomene.

Wer krank ist, geht in Deutschland zum Arzt. Für gewöhnlich zum Hausarzt. Diese Gewohnheit gehört zunehmend in die Vergangenheit: Die Gewährleistung der hausärztli-chen Versorgung ist durch Fehlentscheidungen und Ignoranz von Seiten der Politik und ärztlichen Selbstverwaltung zunehmend gefährdet. Nachwuchsmangel, steigender Bürokratieaufwand sowie der Einfluss von Finanzinvestoren, welche die primärmedizinische Versorgung als hoch profitables Wirtschaftsfeld erschlossen haben, bilden die Eckpfeiler dieser Problematik. Sie sind das feststehende Ergebnis, oder in Bezug auf das einleitende Zitat von Immanuel Kant, das was herauskommt und damit scheinbar die Antwort auf die Frage der Vernunft. Sie allein genügt nicht. Es bedarf ebenso des Verstands und der Urteilskraft, um Entscheidungen treffen zu können, in denen sich Freiheit und Verantwortung vereinen. Einige Perspektiven dazu finden Sie im Titelteil dieser Ausgabe.

Die zunehmenden Veränderungen und Probleme unseres Gesundheitssystems erfordern von uns Ärztinnen und Ärzten einen diagnostischen Blick, der über den Patienten hinausgeht, um unser Tätigkeitsfeld frei und verantwortlich zu gestalten. Der diagnostische Blick ist neben der Medizin fester Bestandteil der Literatur. Sie untersucht sowohl Mensch als auch Gesellschaft, zeigt Mögliches und Unmögliches, legt Zeugnis ab und sucht nach Lösungen. Die Werke von Ärzten wie Georg Büchner, Friedrich Schiller, Gottfried Benn und vielen anderen sogenannten Dichterärzten zeugen davon. Sie werden in der neuen Reihe „Mehr als Medizin“ vorgestellt, die in dieser Ausgabe mit dem Leben und Werk Büchners beginnt.

Von der Literatur geht es zur Musik. Das Projekt MUTE der Beethoven Academy ermöglich bettlägerigen Menschen klassische Live Musik am Krankenbett zu erleben. Der Intendant Torsten Schreiber sprach mit uns im Kurzinterview.
Das Portrait „Im Gehege“ aus dem Bildband „Archipel“ beschreibt die Gestaltung eines Sehnsuchtsortes, in dem sich Freiheit durch Teilen und Verzicht immer wieder neu entfaltet.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Entdecken und Erkennen.

PD Dr. med. Johannes Kruppenbacher
Arzt für Laboratoriumsmedizin, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie –Bluttransfusionswesen Ärztlicher Leiter der CBT Gruppe und Herausgeber dieses Magazins

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